Freiw. Feuerwehr Bissendorf

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17.01.2018 Gute Zusammenarbeit

+++ Stützpunktfeuerwehr unterstützt TH Ausbildung zu Verkehrsunfällen +++

Der Verkehr auf Deutschlands Straßen nimmt zu. Nicht nur Transportverkehr, sondern auch Transporter, LKW und Schwerlastverkehr. Schwere Verkehrsunfälle sind dabei an der Tagesordnung. Um besser auf solche Situationen vorbereitet zu sein unterstützten Bissendorfer Ausbilder nun die Ortsfeuerwehr Negenborn.

In Vorgriff auf die künftige Fahrzeugkonstellation in Negenborn, welche ein TSF-W mit hydraulischen Rettungssatz vorsieht, hatten die Gruppenführer einen Vorabtermin vereinbart, um den aus Bissendorf stammenden hydraulischen Rettungssatz, welcher in absehbarer Zeit in Negenborn stationiert sein wird, in Negenborn bekannt zu machen. Der gemeinsame Ausbildungsdienst brachte wesentlichen Lernerfolg.

Am Mittwochabend wurde nun in einer 3 stündigen Verkehrsunfall - Ausbildung die Grundlagen der Verkehrsunfallrettung von Ausbilder aus Bissendorf vermittelt. Zunächst wurde in einer 30 minütigen Kurzeinführung technische Parameter der Rettungssatzes erläutert und in Bezug auf das Wedemärker TH Konzept das 6 Phasenmodell vorgestellt.

Auch die Verkehrsunfallkiste, welche durch die Gemeinde Wedemark für jede der Ortsfeuerwehren beschafft wurde, konnte intensiv besprochen werden. Darin sind neben Spanngurten, Unterbaumaterial, Schutzbrillen und Atemmasken auch Halligan Tool, Glasmatte und vielerlei notwendige Kleinwerkzeuge enthalten.

Nach der Theorie ging es in die praktische Ausbildung. An einem Personenkraftwagen konnten die elementaren Unfallrettungsmaßnahmen in aller Ruhe durchgeführt werden. Stabilisieren des Unfallfahrzeugs mittels Holzunterbau, Entnahme der unterschiedlichen Glassorten aus der Fahrzeugkarosserie und Türentnahme waren die ersten Einsatzmaßnahmen vor Ort.

Bei der Türentnahme kamen verschiedenste Vorgehensweisen zur Ansprache, um letztendlich die Türen rauszubekommen. Dabei muss der Geräteführer am Rettungsgerät immer im auge haben, wohin Er die Tür letztendlich drückt - immerhin sitzt dahinter meist der eingeklemmte Fahrzeugführer. Dieser sollte durch Maßnahmen der Feuerwehr nicht weiter oder mehr geschädigt werden, als durch den eigentlichen Unfallmechanismus vorher schon.

Nachdem Türen entnommen wurden wurde die Thematik Innerer Retter angerissen, wobei medizinische Maßnahmen nicht im Vordergrund dieser TH VU Grundausbildung standen. Da suchen nach in den Holmen eingebauten Gasgeneratoren und Auslösemechanismen für Airbags wurde dennoch themaisiert, beinahlten dieses Sachverhalte doch die Eigensicherung der einegsetzten Kräfte am Fahrzeug.

Im folgenden wurde bei ausgeleuchteter Einsatzstelle ein dritte Tür hinter dem Fahrplatz am Fahrzeug geschnitten, sodass der Fahrer mittels Spineboard axial aus dem Auto entnommen werden konnte. Nach entfernen der Powerlifter und Abnahme der Heckklappe konnte das Dach des Fahrzeugs abgetrennt werden, um es über die Frontschutzscheibe nach vorne zu klappen.

Der Einsatz des Schutzdeckensets zeigte in der Übung seine positive Wirkung. Gerade abgeschnittene Holme und Karosseriebestandteile und damit scharfkantige Ecken und Kanten wurden umgehend mit den Decken abgedeckt - eine Unfallgefahr für die Einsatzkräfte wesentlich minimiert.

Dann wurde zum Schluss der Ausbildungseinheit der Vorderwagen nach vorne geklappt. Entlastungsschnitte am A-Holm, die Schaffung eines guten Festpunktes wie auch der Einsatz von Spreizer und Teleskoprettungszylinder wurden intensiv besprochen und gleich praktisch umgesetzt. Auch das vorklappen des Lenkrades wurde zum Schlusspunkt praktisch durchgeführt

Nach gut 2,5 Stunden am Fahrzeug wurden alle eingesetzten Mittel zurückgebaut. In der kurzen Nachbesprechung erwähnten alle Teilnehmer die lehrreichen Momente der Ausbildung. Eine Wiederholung zum passenden Zeitpunkt ist nicht ausgeschlossen …..

© Bild,Text: Holger Bauer