Freiw. Feuerwehr Bissendorf

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Hydraulische Rettungsgeräte

+++ Unverzichtbarer Bestandteil der Feuerwehrarbeit +++

Hydraulisch betriebene Rettungsgeräte sind für die Arbeit der Feuerwehren bei technischen Hilfeleistungen weltweit unverzichtbar. Die Rettung von Verunglückten, das ziehen, drücken und quetschen von Metallen und Gegenständen mittels enormer hydraulischer Kräfte ist aus der modernen, zeitgemäßen Hilfeleistung nicht mehr wegzudenken.

Die Anwendungsgebiete hydraulischer Rettungsgeräte sind vielfältig. Ob Fahrzeuginsassen in ihren PKW eingeklemmt sind, ob gerissene Rohre gequetscht werden müssen, oder ein Kind aus dem metallischen Gartenzaun befreit werden muss, immer können die Rettungsgeräte ihren positiven Teil zum Kraftaufwand, der nötig wird, beitragen.

LUKAS Rettungsgeräte

Rahmenbedingungen: Hydraulische Rettungsgeräte kommen immer dort zum Einsatz, wo Muskelkraft alleine nicht mehr ausreicht, um Arbeiten zu vollbringen. Die enormen Kräfte welche die hydraulischen Geräte besitzen sind aber an Normen und Prüfungen gebunden, welche aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben sind. So müssen die Rettungsgeräte der Normung entsprechen und in festen Abständen einer Rissprüfung unterzogen werden. Nur so ist in Einsätzen sichergestellt, dass auch die eingesetzten Kräfte unter größtmöglicher Sicherheit ihre Aufgaben erledigen können.

Hydraulisches Schneidgerät (Schere): Das hydraulische Schneidgerät, umgangssprachlich "Hydraulische Schere" dient vornehmlich zum Durchtrennen und schneiden von Tür- und Dachholmen. Die Schneidmesser und Geräteausmaße weisen je nach Gerätetyp verschiedene Geometrien und Festigkeiten auf. Die Schere der Stützpunktfeuerwehr Bissendorf hat eine Schneidkraft von 440 KN (44t). Die Messeröffnung hat eine Breite von bis zu 225 mm. Gewicht des Rettungsgerätes: 14,6 Kg

Schneidgerät

Hydraulischer Spreizer: Der Hydraulische Spreizer wird zur Rettung eingeschlossener und eingeklemmter Unfallopfer genutzt. Er dient zum aufsprengen von Türen, zum Wegziehen von Lenksäulen, sowie zum Hoch- Auseinanderdrücken von Fahrzeugkomponenten. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind das Anheben und Wegdrücken von Lasten und das Abquetschen von Rohrleitungen. Der Spreizer der Stützpunktfeuerwehr Bissendorf hat eine Spreizkraft von 230 KN (23t) und eine Zugkraft von 46 KN (4,6t). Der Spreizweg beträgt bis zu 720 mm und hat ein Gewicht von 19,6 Kg.

Spreizer

Hydraulischer Rettungszylinder: Hydraulisch betätigte Rettungszylinder dienen der Feuerwehr besonders zum Drücken von Fahrzeugteilen, zum Vergrößern von Befreiungsöffnungen und zum Abstützen und Aussteifen von Bauelementen. Die Geräte sind elementarer Bestandteil der PKW- und LKW Unfallrettung weltwet und lassen sich zusätzlich zum Ziehen einsetzen. Rettungszylinder werden unterteilt in einfach wirkende Zylinder und Teleskoprettungszylinder. Der Unterschied ist wesentlich darin zu sehen, dass die geschaffene Öffnung unterschiedlich goß ist. Ein gebrauchter Teleskoprettungszylinder LUKAS LTR 6/570 steht seit dem Jahr 2010 im Rettungssatz der Stützpunktfeuerwehr Bissendorf zu Verfügung. Er hat in der ersten Stufe 16t Druckkraft; in der zweiten Stufe 9t Druckkraft.

Teleskoprettungszylinder

Hydraulische Winden: Eine Winde ist eine Hebevorrichtung. Um Lasten jeglicher Art anheben zu können, besitzt die Feuerwehr Bissendorf/Scheenbostel auf dem Rüstwagen zwei hydraulische Winden. Die Winden könen eine 10t Last anheben und sind in jeder Lage einsetzbar. Die Winden können sowohl seitlich unter die Last greifen, als auch wie ein Rettungszylinder eingesetzt werden. Die Pumpe, der Ölbehälter, als auch das Ventil sind in der Winde integriert. Die Winden werden mit Pumphebel manuell angetrieben.

Hydr.Winde

© Text:Fachautor Holger Bauer